Sirene


Sirene

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Si|re|ne [zi're:nə], die; -, -n:
Gerät, das einen lang anhaltenden, lauten [heulenden] Ton hervorbringt, der als Alarm- oder Warnsignal dient:
die Sirene der Feuerwehr, des Unfallwagens; der Wagen ist mit Blaulicht und Sirene ausgerüstet.
Zus.: Fabriksirene, Luftschutzsirene, Schiffssirene, Werksirene.

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Si|re|ne 〈f. 19
1. 〈grch. Myth.〉 eine von mehreren auf einer Insel lebenden Frauen mit Vogelleib, die die Vorbeifahrenden durch ihren Gesang anlocken u. dann töten
2. 〈Tech.〉 Gerät zur Erzeugung eines Tones, wobei ein Luftstrom durch eine mit Löchern versehene Platte rhythmisch unterbrochen u. in Schwingung versetzt wird, Dampfpfeife
3. 〈Zool.〉 = Seekuh
[<mhd. siren(e) <afrz. syren(e) <malt. sirena <grch. seiren]

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Si|re|ne , die; -, -n [mhd. sirēn(e), syrēn(e) < spätlat. Siren(a) < griech. Seire̅̓n (Pl. Seirẽnes) = eines der weiblichen Fabelwesen der griech. Mythologie, die mit ihrem betörenden Gesang vorüberfahrende Seeleute anlockten, um sie zu töten]:
1. (bildungsspr.) schöne, verführerische Frau.
2. [frz. sirène] Gerät, das laute, meist lang anhaltende, heulende Töne erzeugt, mit denen Signale bes. zur Warnung bei Gefahr gegeben werden:
die S. der Feuerwehr, des Unfallwagens, des Schiffs, der Fabrik ertönt;
es gab Fliegeralarm und die -n heulten.
3. [nach der ungefähren Ähnlichkeit der weiblichen Tiere mit antiken Darstellungen der Fabelwesen] Seekuh.

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Sirene
 
[nach den Sirenen des griechischen Mythos] die, -/-n, Gerät zum Erzeugen eines weithin hörbaren Schallsignals durch periodische Unterbrechung eines Luftstroms, 1819 erfunden. Die einfachste Bauart ist die Lochsirene. Bei ihr erfolgt die Unterbrechung des Luftstroms durch eine rotierende Lochscheibe. Dadurch entstehen Luftstöße, die einen Klang hervorrufen. Die Frequenz seines Grundtons ist das Produkt aus der Drehzahl der Scheibe und der Anzahl der Löcher. Bei verbesserten Lochsirenen werden die kreisförmig angeordneten Öffnungen eines Gehäuses, dem Druckluft zugeführt wird, durch die rotierende Lochscheibe periodisch geöffnet und geschlossen. Bei der Motorsirene drückt eine mit Schaufeln beziehungsweise Schaufelkammern besetzte, von einem Elektromotor angetriebene Trommel die Luft durch eine mit Löchern versehene fest stehende Trommel. Sirenen dienen v. a. der Signalübertragung, z. B. bei Alarm. Öffentliche Sirenen sind von einheitlicher Bauart, sie werden über das Fernsprechnetz oder ein gesondertes Leitungsnetz betätigt.
 

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Si|re|ne, die; -, -n [mhd. sirēn(e), syrēn(e) < spätlat. Siren(a) < griech. Seire̅́n (Pl. Seirẽnes) = eines der weiblichen Fabelwesen der griech. Mythologie, die mit ihrem betörenden Gesang vorüberfahrende Seeleute anlockten, um sie zu töten; 2: frz. sirène; 3: nach der ungefähren Ähnlichkeit der weiblichen Tiere mit antiken Darstellungen der Fabelwesen]: 1. (bildungsspr.) schöne, verführerische Frau: wozu du dann ... Zeitschriften liest, in denen es von unerreichbaren -n ... nur so wimmelt (Remarque, Obelisk 92). 2. Gerät, das laute, meist lang anhaltende, heulende Töne erzeugt, mit denen Signale bes. zur Warnung bei Gefahr gegeben werden: die S. der Feuerwehr, des Unfallwagens, des Schiffs, der Fabrik ertönt; es gab Fliegeralarm und die -n heulten; der Fahrer des Krankenwagens schaltete die S. ein, aus; als die Feuerwehr mit gellender S. ... vorbeifuhr (Jäger, Freudenhaus 314). 3. Seekuh.

Universal-Lexikon. 2012.

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